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03.03.2008
Rechtspopulismus - Das Spiel mit der Angst
Alexander Häusler zur „Bürgerbewegung“
pro NRW
Bedrohungskampagnen gegen Islam und Moscheebau scheinen Erfolg versprechend
zu sein für die extreme Rechte. Die neue Partei "PRO NRW"
versucht aktuell, dieses Thema populistisch für die kommende
Kommunalwahl auszuschlachten. In vielen Städten werden dazu
Kreisverbände mit dem Vorsatz "PRO" angemeldet. Hier
zeigt sich eine neue Form extrem rechter Propaganda -ein
Rechtspopulismus im Gewand einer "Bürgerbewegung". Der
Sozialwissenschaftler Alexander Häusler, wissenschaftlicher
Mitarbeiter der Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf,
beleuchtet die Strategie und Methodik dieser neuen
Rechtsaußen-Partei.
Veranstalter:
Pro Münster e.V.
Bündnis "Münster gegen Nazis" und
AStA der FH Münster
Ort: Frauenstraße 24
Beginn: 19.00 Uhr
Datum: 28. April 2008
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HINWEIS: Mitglieder extrem rechter Parteien oder Organisationen, sowie
Personen, die der rechte Szene angehören oder mit ihr
sympathisieren oder in der Vergangenheit durch rassistische
Wortbeiträge aufgefallen sind und Veranstaltungen gestört haben,
sind von der Teilnahme an den Veranstaltungen ausgeschlossen. Dies
gilt auch für Mitglieder farbentragender Studentenverbindungen und
rechter Bürgerbewegungen. Die
VeranstalterInnen behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu
machen.
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Rechten die Stirn bieten - Vortrag von Neonazismusforscher
Häusler
Christian Kiel
MÜNSTER Welchen Einfluss Bürgerbewegungen auf die Demokratie
nehmen können, hat die Entscheidung über die Musikhalle am
Wochenende gezeigt.
Auf Einladung des Vereins „Pro Münster“ erläuterte der
Neonazismusforscher Alexander Häusler (Foto) am Montag in der
Frauenstraße 24, wie sich Rechtsextreme mit neuen
kommunalpolitischen Vereinigungen das Image der Bürgerbewegungen zu
Nutze machen.
In Köln errangen Rechte um den Anwalt Markus Beisicht im Verein
„Pro Köln“ mit Islamfeindlichkeit und Hetze gegen den Bau einer
Moschee 2004 vier Plätze im Stadtrat. Seither werde versucht, von
Köln aus gesteuerte „Ableger“ mit dem Label „Pro“ in
anderen Städten des Landes zu gründen, die bei den nächsten
Kommunalwahlen antreten sollen.
„Es war daher eine vorbildliche Idee, den Verein Pro Münster
als antifaschistische Bewegung zu gründen“, lobte Häusler die
Aktiven um Jan Große-Nobis. Die übrigen Bewegungen mit „Pro“-Vorsatz
hätten in der Regel starke Verbindungen zu militanten Neo-Nazis, so
der Forscher von der Fachhochschule Düsseldorf.
In Münster konnten sich die Rechtsextremen bisher nicht
erkennbar formieren: „Pro Münsterland wurde zwar angekündigt und
es gibt auch eine Website“, so Jan Große-Nobis, „aber da tut
sich bisher nichts.“
Münstersche
Zeitung vom 05.05.2008
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