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antifaschistisch - multikulturell - integrativ

22.09.2008

Rassistenkongress gestoppt! 

Die Gegenproteste gegen den Rassistenkongress am 20. September in Köln waren großer Erfolg

Blockade am HeumarktDie rechtsextreme sog. „Bürgerbewegung pro Köln“ wollte vom 19. bis 21. September einen, wie sie es nennt, „Anti-Islamisierungs­kongress“ durchführen. 

Sie kamen damit nicht durch!

Schon am Freitag fiel die Pressekonferenz von Pro Köln buchstäblich ins Wasser. Ehe die Journalisten auf den gecharterten Ausflugs­dampfer gelangen konnten musste das Boot dem Protest weichen. Pro Köln saß auf dem Dampfer über vier Stunden fest. 

Weiterhin fiel die geplante Busfahrt durch "Problemviertel" flach. Die Busfahrer weigerten sich und die Polizei verbot diese Fahrt, da sie "menschenverachtend" sei.

la Repubblica:

"Die Rechtspopulisten, die Fremden­feindlichen, die Gegner des Islam aus ganz Europa haben in Deutschland ihr 'Stalingrad' kassiert. Das hatte es in Europa noch nicht gegeben: Eine ganze Stadt ist mit viel Fantasie aktiv geworden und sagt "Nein" zu den Rechtsradikalen.

Später musste die Polizei die rechten "Pros" mit Blau­licht und quiet­schenden Reifen in ihrem Hotel abliefern. Das schmiss sie dann sogleich hoch­kant raus.

Der Samstag ver­lief auch nicht besser. Gerade ein­mal 50 Leute schafften es auf den Heumarkt (sie hatten wohl im Pro-Köln-Büro übernachtet). Die Blockaden von mehreren 1.000 Bürgern hatten den Heumarkt hermetisch abgeriegelt. Insgesamt waren 15-20.000 Menschen in Köln gegen den Rassismus von Pro Köln auf den Beinen. 

Weitere 150-200 "Pros", darunter Pro-Köln-Chef Beisicht, saßen am Flughafen fest. 

Die Polizei verbot gegen Mittag die Kundgebung.

Weitere Fotos des bunten Protestes sind hier abrufbar.

Schon im Vorfeld kündigte sich an, dass dieser Kongress ein R(h)einfall würde: FPÖ-Chef Strache sagte sein Kommen ab, der österreichische Wahlkampf war ihm Wichtiger. Front National-Vorkämpfer Le Pen ließ gar verlauten, dass er doch gar nie eingeladen worden sei. Alles sei "Lüge".

Die angekündigten 1.500 Besucher des sog. Kongresses waren nirgends zu sehen.

Siehe auch: 

Widerstand gegen geplanten Rassistenkongress in Köln nimmt zu