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Pro Münster e.V. und Pro Münsterland e.V.
antifaschistisch - multikulturell - integrativ |
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08.06.2009 Diskriminierung bestätigt Presserat erteilt „Hinweis“ an Westfälische Nachrichten Bereits im Februar d.J. haben wir auf dieser Website über einen diskriminierenden Passus in einem WN-Artikel berichtet (vgl. hierzu: „Diskriminierende Berichterstattung in den Westfälischen Nachrichten?“, 02.02.2009). Unter der Überschrift: „Zwölfjährige steuert Auto mit Diebesgut“, hatte WN-Autor Stefan Felten über drei Mädchen berichtet, die nach drei Einbrüchen von einer Streife gestoppt wurden. Dabei wies Felten ausdrücklich darauf hin, dass solche Kinderbanden „meist aus Rumänien stammende Kinder aus Sinti- und Romafamilien“ seien. Um eine so offensichtliche Diskriminierung nicht einfach hinzunehmen, hatte ein Mitglied von Pro Münster e.V. eine entsprechende Beschwerde an den Presserat gerichtet, deren Ergebnis nun vorliegt: Wie der Beschwerdeausschuss 2 entschied, haben die Westfälischen Nachrichten mit der Veröffentlichung des Artikels gegen Ziffer 12/Richtlinie 12.1 des Pressekodex verstoßen. Die Nennung der ethnischen Zugehörigkeit der Jugendlichen, so das Gremium, sei „für das Verständnis des berichteten Vorganges nicht erforderlich und ein begründeter Sachbezug liegt nicht vor“. Weiter heißt es: „Damit ist es in diesem Fall als unzulässig zu bewerten, im Rahmen der Berichterstattung über Straftaten die Zugehörigkeit zur Minderheit der Sinti und Roma zu erwähnen. Ein Verstoß gegen die Richtlinie 12.1 ist daher begründet, da eine Diskriminierung gegeben ist. (...) Als Ergebnis seiner presseethischen Bewertung erteilt der Beschwerdeausschuss der Redaktion der WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN gemäß § 12 Beschwerdeordnung einen Hinweis.“ (Entscheidung des Beschwerdeausschusses 2 in der Beschwerdesache BK2-153/09) Dieser Erfolg zeigt, dass es immer wieder Sinn macht, gegen Diskriminierung aufzustehen. Gleichsam en passant, im Nebensatz bestehende Vorurteile zu befeuern – ob absichtlich, oder aus Gedankenlosigkeit – das ist mit Pro Münster e.V. nicht zu machen. Schließlich setzt sich der Verein für ein „friedliches Zusammenleben unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Nationalität“ ein. Vorurteile stören da nur. |