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Pro Münster e.V. und Pro Münsterland e.V.

 

antifaschistisch - multikulturell - integrativ

04.09.2009

Lehrer freigesprochen

„Pro Köln“ scheitert mit Strafanzeige wg. Körperverletzung

Wie der Kölner Stadtanzeiger meldet, wurde das Ermittlungsverfahren gegen einen Lehrer durch die Staatsanwaltschaft Köln eingestellt, der pro NRW-Mitglied Martin Schöppe "am Kragen gepackt, über die Straße gedrängt und gegen eine Laterne gedrückt" habe. Die Staatsanwaltschaft habe die "'Kraftanwendung' sogar als 'zulässig' gewertet".

Zur Vorgeschichte: Im Mai 2008 hatten drei pro-Köln-Mitglieder vor einer Kölner Schule Flugblätter verteilt und dabei die Busspur blockiert. Ein Schülergruppe hatte sich versammelt und "Nazis raus" gerufen. Besagter Lehrer war als Aufsicht abgestellt. "Dieser hatte die Pro-Aktivisten zunächst aufgefordert, die Straßenseite zu wechseln. Als sie dieser Bitte nicht nachgekommen seien, habe er Schöppe am Kragen gepackt, über die Straße gedrängt und gegen eine Laterne gedrückt", so der KStA.

Damals war die Empörung bei der rechtsextremistischen Gruppierung 'Pro Köln' groß, auf ihrer Website hatten sie „offene Gewalt“ gegen ihre Mitglieder angeprangert. "Würger von Kerpen" wurde besagter Lehrer tituliert  und sogar sein Foto veröffentlicht.

Die Strafanzeige wegen Körperverletzung durch den Pro-Kölner Martin Schöppe ist nun auf ganzer Linie gescheitert. Das Verfahren gegen den Lehrer wurde von der Staatsanwaltschaft Köln eingestellt. Der unfreiwillige Transport von Schöppe durch den Lehrer auf die andere Straßenseite sei rechtens, so die Staatsanwälte.

"Der Lehrer habe 'seine Bemühungen zulässig auf das Mittel der Kraftanwendung erweitert', so zitiert der KStA die Staatsmacht. Schließlich sollen Schulen "von jeglicher Beeinflussung durch politische und wirtschaftliche Interessengruppen" freigehalten werden.

Verfahren eingestellt
„Pro Köln“ scheitert mit Strafanzeige
http://www.ksta.de/html/artikel/1246883862806.shtml